Pressetexte

Bavarian Giants.
Auf der Suche nach dem Bayerischen Gral
Von Sündern, Weibsbildern und anderem Viehzeug Rattengift her!
Was macht einen waschechten Bayern aus? Geht er noch Fensterln, auf die Jagd in die Hochalp, jagt er Wilderer, und schuhplatteln Halbwüchsige in den Schulpausen, wie manche Norddeutsche glauben mögen? Gibt es Leberknödl-Weitwurf-Wettbewerbe und lebende bayerische Vegetarier und Anti-Alkoholiker?
Diesen und vielen anderen brennenden Fragen gehen Gaisa, Geyer & Kreuzer in ihrer dritten Produktion nach "Rattengift her!" und dem "Bestiarium" auf den erdigen Grund. Auf den Spuren Valentins und Karlstadts spüren sie echtes Volksliedgut und urige Sagen auf und zeichnen so in gewohnt musikalisch-bissiger Art ein Panoptikum bayerischer Befindlichkeit im Jahr 2004.

Ursula Gaisa greift dabei zum ersten Mal zu Akkordeon und Dirndlschürze, der ewige Stenz Bernhard Kreuzer wie gewohnt zur Gitarre, und Eberhard Geyer greift in todschicken Lederhosen in die Saiten seines Klaviers. Und keine Angst - auch Nicht-Bajuwaren brauchen keinen Dolmet­scher und werden auf ihre Kosten kommen, frei nach dem Motto "Do dada dara stincka". Jodeldi und jodeldu.
Die Bavarian-Giants-Wettbewerbe, den Austrian Giants nachempfunden, finden übrigens seit diesem Jahr im bayerischen Wald statt, neben dem obern erwähnten Leberknödl-Weitwurf messen sich die Teilnehmer auch im Sau-Hochheben und in Dialektübersetzungwettbewerben, ein großer Spaß für Jung und Alt...
Das charmante Trio mit der Chanteuse (und Spielerin der singenden Säge!) Ursula Gaisa, Eberhard Geyer am Piano und den Bongos und dem schönen singenden Gigolo Bernhard Kreuzer verwöhnt sein Publikum mit einem bestialisch guten Programm, das auch wieder mit neuen frischen Chansons und witzigen Geschichten und Gedichten aufgefrischt wurde.
Dabei graben sich die drei - wie schon in der Erfolgsrevue "Rattengift her!" mit Liedern von Friedrich Hollaender - tief in die Repertoire-Kiste der goldenen 20er- und der beinharten 30er-Jahre: Hits von Mischa Spoliansky, Hollaender, Cole Porter und Werner-Richard Heymann stehen neben Derb-Dreistem von Brecht bis Tucholsky.
Da hat ein fiebriges Mädel so viel Sex-Appeal, dass es kaum mehr auszuhalten ist, und doch will es noch Sieben-Appeal und Acht-Appeal... Ein Tantenmörder erzählt von seinen Gräueltaten, und raten Sie mal, was Kannibalen an Silvester so alles zu sich nehmen?
Tierisch geht es zu mit "Mein Gorilla hat ne Villa im Zoo", Geschichten von Flöhen, Spinnen, Schweinen und irritierten Austern, deren Kinder als Perlenketten enden. Ein Wunderkind erzählt von seinem aufregenden Zirkusleben, und zum Schluss wird gar das Publikum dressiert.
Kein Tabu wird ausgelassen - auch Sie finden sich bestimmt wieder!
Er war der "große Kleine" der schillernden Musikkabarettszene der 30er-Jahre in der Weimarer Republik. 1996 hätte er seinen 100. Geburtstag feiern können. Seine Hits wie der Marlene-Dietrich-Klassiker "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt" sind bis heute unvergessene Klassiker des Genres. In seiner ersten Produktion feierten Gaisa, Geyer & Kreuzer den Komponisten und Texter in angemessener Weise. Zusammengestellt hat das Programm der Musikjournalist Viktor Rotthaler, Herausgeber der großen Friedrich-Hollaender-Box, erscheinen bei Bear Family Records. Das Repertoire reicht von den oben erwähnten Klassikern über die "Lieder eines armen Mädchens" die Hollaender für seine erste Frau Blandine Ebinger kreiert hatte bis hin zu swingende Melodien, die der kleine Friedrich im Exil für die amerikanische Filmindustrie geschrieben hat. Ein vergnügliches abendfüllendes Programm mit Nachtgespenstern, Mondsüchtigen und dem Erfinder des Boef Stroganoff.

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